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Lexikon

Erklärungen zu vielen Fachbegriffen aus den Bereichen Telekommunikation, Computer und PDA. Wenn ein Fremdwort in unserem Lexikon nicht enthalten ist, so mailt uns, wir werden dieses dann umgehend hinzufügen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Fremdwort Erklärung
A-Netz Erstes Mobilfunknetz in Deutschland, von 1958-1977, handvermittelte Gespräche
Abrechnungstakt Dauer des kleinsten Abrechnungstaktes. Je kürzer der Takt, desto genauer die Abrechnung. Hat man einen 60 sek. Takt, zahlt man bei einem 20 sek. Gespräch die Minute trotzdem voll.
Aktivklappe Die Klappe ist einerseits zum Schutz der Tastatur da und andererseits können mit einer "aktiven Klappe" Anrufe angenommen und beendet werden.
Akku Es gibt verschiedene Akkus (=aufladbare Batterie) bei Handys, einerseits die billigen, schweren Ni-MH oder NiCd Akkus, dann die leichteren Li-Ion Akkus und die teuren, aber sehr leichten Lithium-Polymerakkus. Bei den beiden letzten tritt auch der Memoryeffekt nicht auf.
Anklopfen Eine Gesprächsmanagemetfunktion, die Ihnen während eines laufenden Gesprächs signalisiert, daß ein weiterer Teilnehmer Sie versucht zu erreichen
APN Access Point Name = Startseite die meist in den GPRS-Profilen definiert wird
 
B-Netz Zweites analoges Mobilfunknetz,1972-1995, selbstwählen möglich, allerdings hatte jede Funkzelle eine eigene Vorwahl
Basisstation siehe BS/BTS
Bereitschaftszeit Auch Standby genannt, Zeit die der Akku halten soll, wenn das Gerät in keinster Weise benutzt wird, d.h. nur mit SIM-Karte eingeschaltet. Meist Werte, die unter Idealbedingungen in Labors ermittelt wurden.
Bit Ein Bit bezeichnet im Binärcode (Nullen- und Einsencode beim Computer), eine Null oder eine Eins. Bitte nicht mit "Byte" verwechseln.
Bitfehlerrate Bei der Übertragung eines Gesprächs im digitalen Funk wird es in Bits zerlegt. Einige Bits gehen veloren bzw. kommen zerstört an. Das ist solange unbedenklich wie eine gewisse Toleranzgrente nicht überschritten wird.
Bluetooth Bluetooth ist, ähnlich wie auch IrDA, ein Standard zur drahtlosen Übertragung. Allerdings funktioniert dieser Standard per Funk, bei einer Frequenz von 2,4 Gigahertz. Außerdem beträgt der maximale Abstand ca. 10m, um die volle Datenübertragungsrate zu bekommen. Siehe Artikel
Booster Antennenverstärker fürs Auto, der die Signalverluste auf dem Kabelweg von der Außenantenne zum Handy ausgleicht.
Booten Unter "Booten" versteht man das Starten eines Gerätes.
BS / BTS Base (Transceiver) Station: Basistation = Sende- und Empfangsstation mit omnidirektionalen oder sektorisierten Antennen, versorgt bis zu drei Funkzellen
Byte Ein Byte besteht aus 8 Bits. Speichereinheit.
Größenangaben (aufsteigend): 1 Kilobyte = 1024 Bytes; 1 Megabyte = 1024 Kilobytes; 1 Gigabyte = 1024 Megabytes; 1 Terabyte = 1024 Gigabytes;
 
Callback Wird oft zur Gesprächskostenreduzierung genutzt, indem man mit dem Handy bei einem nahegelegenen computer anruft, dieser beim gewünschten Ziel per Festnetz anruft und die beiden Gespräche verbindet.
CDR Call Detail Records = Daten der Einzelgespräche
Cell Broadcast Auch Zelleninfo, CB oder Rundsendung genannt. CB ist eine Art "Rundfunk" oder "Radio" fürs Handy. Der zentrale Unterschied zu SMS liegt darin, daß CB nur vom Netzbetreiber aus versendet werden kann. Außerdem ist CB nicht auf einen bestimmten Mobilfunkteilnehmer beschränkt, es kann an jeden, der gerade in diesem Netz ist, verschickt werden. Zusätzlich kann man aber auch CB nur in bestimmten Funkzellen ausstrahlen (vgl. Wandertarife - z.B. D2 Bestcityspecial). Siehe auch anhängende CB-Kanaltabelle.
CLIP Calling Line Identification Presentation: Rufnummernanzeige. Sofern vom Provider unterstützt (Regelfall), kann der Teilnehmer die Rufnummer des Anrufers sehen
CLIR Calling Line Identification Restriction: Rufnummernunterdrückung. Die Übermittlung der eigenen Rufnummer unterdrückt werden kann
COLP Leistungsmerkmal, um zu zeigen, wohin ein Anruf wirklich ging
COLR Leistungsmerkmal, um die Rufnummer zu verbergen, falls danach gefragt / gesucht wird.
CSD Circuit Switched Data = leitungsvermittelete Übertragung (ähnlich wie bei einem normalen Telefongespräch)
 
Dämpfung Maß für den Verlust von Leistung bei Übertragungen, gerade bei Autoantennen sollte man auf möglichst geringe Dämpfung achten, da sonst der Vorteil der aussenstehenden Antenne wieder zunichte gemacht wird
DCN Data Communication Network. Ein Datennetzwerk, wie z.B. das Internet
DECT Digital Enhanced Cordless Telecommunications: Digitaler Standard bei der Funkübertragung bei Festnetz-Schnurlostelefonen
Dezibel Logarithmisches Maß für Pegel, z.B. Sendeleistung oder Lautstärke
DHCP Dynamic Host Configuration Protocol. Ein Protokoll, wo ein Gerät (z.B. ein Computer oder ein Handy) ins Netzwerk nur eine Meldung nach dem Motto "Ich bin hier, nenne mich soundso und will 'nen paar Einstellungen haben, damit ich das Netzwerk ordentlich nutzen kann." schickt - daraufhin schickt ein Server per DHCP die Antwort, in der die detaillierten Einstellungen für das Netzwerk stehen. Der Computer oder das Handy konfiguriert sich dann selbst.
Downlink Funkverbindung von der Basisistation zum Handy. Siehe auch Uplink
Dualband Dualband bedeutet, daß ein Handy in zwei Netzen bzw. auf zwei verschiedenen Frequenzen funken kann. Die beiden Frequenzen sind für gewöhnlich 900 Mhz und 1800 Mhz oder 900 Mhz und 1900 Mhz (amerikanische Netze).
Duplex Gleichzeitige Übertragung in zwei Richtungen. Halb-duplex, z.B. bei Freisprecheinrichtungen bedeutet, daß immer nur einer reden kann (ähnlich Walkie-Talkie).
DTX Discontinuos Transmission Exchange: Anpassung der Sendeleistung an das zu übermittelnde Gespräch. Wird eine Pause eingelegt wird die Leistung heruntergefahren
 
EFR EFR (oder Enhanced Fullrate) ist ein Sprachübertragungsstandard für hohe Sprachübertragungs-Qualität. Siehe auch FR und HR.
Einbuchen Schaltet man das Gerät ein, so versucht sich das Gerät im Netz anzumelden. Beim Einbuchen werden verschieden Daten an die Zentrale übermittelt, die Aufschluß über den Kunden, den Tarif und das Telefon geben.
EIR Equipment Identity Register: Geräteregister einer MSC. Vergleicht die IMEI eines sich einbuchendes Handys mit grauer und schwarzer Liste, falls es geperrt ist, wird es nicht zum Netz zugelassen
EMS EMS steht für "Enhanced Messageing Service" und bezeichnet den Nachfolger-Standard der SMS.
 
Festnetz Kabelgebundenes Telefonnetz
Firmware Die Firmware ist eine Software, die die Grundfunktionen eines elektronischen Gerätes steuert. Darauf aufsetzend, kommt dann das Betriebssystem. Beim Computer entspricht z.B. das Bios der Firmware.
Flächendeckung Die Frage, wie weit man erreichbar ist. Eine Abdeckung von 100% ist nicht möglich. Gerade in bewaldeten Gebiete und im Gebirge, sowie in dünn besiedeltem Gebiet muß mit mangelnder Funkversorgung gerechnet. Auch für die Versorgung im Haus geben die Netzbetreiber aus gutem Grund keine Garantie
Freischaltung Zum Telefonieren wird eine SIM-Karte benötigt, die bei Vertragsabschluß freigeschaltet wird. Das heißt dem Netz wird ein neuer Anschluß/Teilnehmer bekannt gegeben
Freisprecheinrichtung Autoeinbausatz,der es ermöglicht im Auto zu telefonieren, ohne das Gerät in der Hand zu halten. Ab Mitte 2000 wird ein Bußgeld erhoben, wer ohne FSE im Auto telefoniert.
Frequenz In Bezug auf Mobilfunk sind damit meist die Frequenzen der Netze gemeint, d.h. fürs D-Netz 900 MHz, E-Netz 1800 MHz und für die amerikansichen bzw. asiatischen Netze 1900 MHz.
Funkkanalpaar Ein Frequenzpaar, das ein Gespräch ermöglicht. Ein Kanal Downlink und ein Kanal Uplink. Die GSM 900 besitzen 62 Kanalpaare, die GSM 1800 112 Paare, dadurch höhere Netzkapazität
Funkzelle Jedes Funknetz besteht aus vielen kleinen Funkzellen. Eine Funkzelle ist dabei der Bereich, den ein Empfänger bzw. ein Sender des Netzes versorgen kann, damit man in dieser Region sein Handy nutzen kann.
FR FR (oder Fullrate) ist ebenso wie EFR ein Sprachübertragungsstandard. Sprachqualität nicht so gut wie bei EFR, aber besser als HR. Siehe auch EFR und HR.
Funkloch Ein Funkloch, ist eine Stelle an der kein Netz verfügbar ist, da keine Funkzelle diesen Bereich abdeckt.
 
Gesprächszeit Zeitangabe, wie lange der Akku halten würde, wenn man ununterbrochen telefonieren würde bzw. das Handy in irgendeinerweise nutzt (z.B. Spielen, IrDA oder Bluetooth eingeschaltet etc.)
GGSN Gateway GPRS Support Node
GPRS General Packet Radio Service - Datenübertragungsstandard, der auf digitalen Datenpaketen basiert und Geschwindigkeiten von bis zu 40 - 50 kbit/s ermöglicht. Siehe Artikel
GPS Global Positioning System: Satellitengestütztes System zur genauen Ortung. Für die Armee entwickelt wurde es anschließend vor allem in Schiff- und Luftfahrt genutzt. Inzwischen findet man es vorallem bei KFZ-Navigationssystemen im Zusammenhang mit Telematik Anwendungen.
Funktionsweise: das GPS-Gerät errechnet sich aus den Signalen dreier verschiedener Satelliten (zur genauen Lokalisierung, benötigt man immer min. drei Koordinaten) seinen Standort.
GSM GSM (Global System for Mobile Communication) ist ein internationaler Standard für mobile Kommunikation, der die Kompatibilität ( = das Arbeiten miteinander) zwischen verschiedenen Netzbetreibern garantiert.
 
Handover Übergabe des Gespräches von einer Funkzelle an die nächste
Handheld Siehe "PDA"
HLR Home Location Register: Heimatregister einer MSC. Hier werden alle Benutzerdaten wie MSISDN, IMSI, Dienste, Benutzername usw. gespeichert. Hier ruft das Netz alle wichtigen Informationen zum Teilnehmer ab
HR HR (oder Halfrate) ist ebenso wie EFR und FR ein Sprachübertragungsstandard. Schlechteste Sprachübertragung der drei Sprachstandards, dafür aber der, der am meisten Strom spart.
HSCSD siehe Artikel dazu
 
IMEI Die IMEI (International Mobile Equipment Identity oder Seriennummer) ist eine 15-stellige Nummer, mit der jedes Handy eindeutig identifiziert werden kann. Die IMEI kann man sich mit * # 0 6 # bei jedem Handy anzeigen lassen. Jede IMEI ist einzigartig.
IMSI International Mobile Subscriber Identity: Teilnehmerkennung der SIM-Karte. Die Nummer befindet sich auf der SIM-Karte und im HLR, dient zur Identifizierung des Teilnehmers. Jede IMSI ist einzigartig.
i-Mode i-Mode ist ein Standard (stammt aus Japan) zum Surfen per Handy im Internet. Ähnlich wie WAP, allerdings müssen bei i-Mode Internetseiten nicht speziell umgeschrieben werden.
IP-Adresse(n) Eine IP-Adresse wird zur Identifizierung von Computern und anderen Geräten in TCP-IP-Netzwerken (z.B. das Internet) genutzt.
IrDA IrDA ist ein Standard, um drahtlos Daten per Infrarot zu übertragen. Höchstgeschwindigkeit liegt normalerweise bei 115 Kbps, kann aber bei speziellen Geräten bis zu 4 Mbps betragen. Der Abstand zwischen den Geräten sollte nicht mehr als 1m betragen.
Iridium Satelitengestütztes Telefonnetz. Mit dem man weltweit telefonieren kann und unter einer Numer erreichbar ist. Das Netz bzw. die Satelliten des Netzes existiert zwar noch - werden nun aber für andere Dinge genutzt, da nicht genügend Kunden in der Lage waren, Minutenpreise von bis zu 15 DM zu zahlen. ;-)
ISP Internet Service Provider. Die Firma über die man ins Internet gelangt.
 
Kanal "Leitung" bei Funkübermittlung. Durch das Zeitschlitzverfahren ist es möglich lassen siich mehrere Gespräche auf nur einer Frequenz aufbauen
Kbps Kilobits pro Sekunde. Achtung! Dieser Begriff wird leider des öfteren verwechselt mit Kilobyte pro Sekunde! Ein Kilobyte pro Sekunde sind 8x mehr als ein Kilobit pro Sekunde. Generell gesagt: ein Begriff zur Messung der Datenübertragungsgeschwindigekeit.
Konferenzschaltung Telefonieren mit 3 oder mehr Teilnehmern. 2 Teilnehmer bauen ein Gespräch auf normale Weise auf und schalten später die anderen hinzu.
 
Logo Ein Logo kann man inzwischen bei fast jedem Handy verwenden. Dabei wird einfach ein Bild in den Hintergrund des Displays eingeblendet. Logos sind keine besonderen Dateiformate, sondern sind völlig normale Bilddateien - meistens im Bitmap-Format.
 
Memory Effekt Wird ein Nickel-Cadmium- (NiCd) oder Nickel-Metalhydroxid-Akku (NiMH) nicht vollständig entladen bevor er wieder aufgeladen wird, bildet sich eine Kristallschicht an der Stelle, bis wo der Akku entleert wurde. Der Akku "erinnert" sich an diesen Punkt und lädt sich nur noch bis dahin auf, womit die Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Bei Lithium-Ionen- (Li-Ion) und Lithium-Polymer-Akkus tritt dieser Effekt nicht auf.
Microzelle Das GSM-Netz ist wabenförmig bzw. bei neueren Zellen auch Kleeblatt-förmig in einzelne Funkzellen eingeteilt. In jeder Funkzelle kann eine begrenzte Anzahl von Nutzern gleichzeitig telefonieren. Um größere Kapazitäten zu schaffen wird diese Zelle unterteilt in kleinere eigenständige Zellen. Siehe auch Picozelle
Mailbox Die Mailbox (oft auch Voicemailserver genannt) ist im Grunde nichts anderes, als ein elektronischer Anrufbeantworter, der beim Netzbetreiber deponiert ist.
MM Mobility Management
MMS MMS steht für "Multimedia Messageing Service". Die MMS ist der Nachfolger der EMS, die wiederrum der Nachfolger der SMS ist. Eine MMS wird sich ähnlich wie eine eMail verhalten.
Modem Ein Modem (MOdulator DEModulator) ist ein Gerät, mit dem sich Daten per Telefonleitung bzw. Funkleitung übertragen lassen. Ein Modem wird z.B. auch benötigt, wenn man per Handy ins Internet möchte - außer man nutzt WAP. Es gibt zwei verschiedene Modemtypen, das normale Hardwaremodem und das Softmodem. Ein Softmodem ist im Grunde ein normales Modem. Der Unterschied besteht darin, daß dieses Modem nicht Hardwaretechnisch existiert, sondern per Software emuliert wird (emulieren = per Software etwas realisieren).
MS Mobile Station
MSC Mobile Switching Center: Mobilfunkzentralvermittlung. Die MSC verbindet Mobilfunkteilnehmer untereinander und mit dem Festnetz
MSISDN Mobile Subscriber Integrated Services Digital Networknumber
 
Netzabdeckung Unter Netzabdeckung versteht man die Landfläche, die ein Mobilfunknetz "abdeckt". D.h. in der man per Handy telefonieren kann. Oft wird die Netzabdeckung nicht als Fläche angegeben, sondern es wird der Anteil der Bevölkerung angegeben, der innerhalb eines Netzes wohnt.
Beispiel: Ein Netzbetreiber kann 98% der Bevölkerung mit seinem Mobilfunknetz abdecken, deckt aber an Landfläche nur 70% ab.
Netzbetreiber Ein Netzbetreiber ist der Besitzer / Betreiber eines Netzes. Zum Beispiel T-D1, D2, Viag Interkom oder e-plus.
Netzsperre (Networklock) Mit einer Netzsperre kann ein Netzbetreiber ein Handy auf ein bestimmtes Netz beschränken. Das heißt, das Handy funktioniert nur in diesem einen Netz.
 
OMC Operation and Maintenance Center: Termial zur Wartung des Netzes. Abgestürzte Sender wieder hochfahren, Softwareupdates für BTS fahren und ähnliches
Organizer Siehe "PDA"
OS OS steht für "Operating System" und bezeichnet das Betriebssystem eines Gerätes.
 
PCS Amerikanischer und asiatischer Mobilfunkstandard, allerdings bei 1900 MHz (zum Vergleich deutsche Netze: 900 Mhz und 1800 Mhz).
Picozelle Kleinste Mobilfunkzelle, wird in Gebieten mit besonders hohem Gesprächsaufkommen eingesetzt
PDA PDA steht für "Personal Digital Assistent". PDA's sind Mini-Computer die im Grunde die Funktionen eines Kalenders oder Notizbuches übernehmen. Inzwischen beherrschen allerdings PDA's deutlich mehr und können ebenso auch Videos und Musik abspielen oder zum Schreiben von Dokumenten oder Tabellen genutzt werden.
PDP Packet Data Protocoll
PIN PIN (Personal Identification Number) ist der Sicherheitscode, der das Telefon gegen unbefugte Benutzung schützt. Die PIN wird dem Nutzer vom Dienstanbeiter (Provider, Netzbetreiber) zusammen mit der SIM-Karte übergeben. Sie kann 4 - 8 Zeichen lang sein und kann bei Bedarf geändert werden.
PIN2 Die PIN2 wird normalerweise zur Sicherung verwaltungstechnischer oder administrativer Dinge genutzt. So benötigt man sie z.B., wenn man Gesprächspreise im Handy festlegen möchte oder ähnliches.
PIM Die Abkürzung PIM steht für "Personal Information Management" und zeigt an, daß eine Software die mit einer anderen PIM-Software Informationen austauschen kann. Beispiel: Die meisten PDA's sind PIM - Kompatibel, d.h. diese können mit Programmen wie z.B. Mircosoft Outlook Kalender, Notizen, eMails etc. synchonisieren (angleichen).
PLMN Public Land Mobile Network. Im Grunde nichts anderes als ein Mobilfunknetz.
Prepaid-Karte Prepaid-Karte = Guthabenkarte. Bedeutet, daß man nur so viel telefonieren kann, bis das Guthaben leer ist
Protokoll Ein Protokoll wird zum Übertragen von Daten zwischen zwei Geräten (z.B. Computer) benötigt, damit diese wissen, wie sie die Daten übertragen sollen. Beispiel: Man kann sich ein Protokoll wie einen Diplomaten oder einen Dolmetscher vorstellen - damit der eine Ausländer den anderen versteht, muß ein Dolmetscher alles Gesprochene übersetzen.
Provider Ein Provider oder auch Serviceprovider (z.B. Debitel oder Victor Vox) ist ein Wiederverkäufer der Netzressourcen eines Netzbetreibers (z.B. D2-Mannesmann). Das heißt, der Netzbetreiber stellt dem Provider sein Netz zur Verfügung, damit dieser dieses "weiterverkaufen" kann.
Proxy Ein Proxy ist im Grunde nichts anderes als ein Computer mit meist extrem (!) großen Datenspeichern. Er beschleunigt die Zugriffe auf bestimmte Datenquellen.
Beispiel: Im Internet existieren viele Websites die sehr viel besucht werden und daher oft sehr langsam sind. Damit diese trotzdem gut erreichbar bleiben, schaltet der Internetprovider einen Proxy dazwischen, der immer die aktuellsten Daten von viel besuchten Websites zwischenspeichert. Will nun ein Kunde des Internetproviders auf eine Website zugreifen, die beim Proxy zwischengespeichert wird, so schickt ihm der Proxy einfach die erwünschten Daten zu, da dieser meist deutlich schneller die Daten zur Verfügung hat, als wenn der Kunde direkt auf die Website zugreift.
PSTN Public Switched Telephone Network. Festznetz (z.B. Telefon).
PUK PUK (Personal Unblocking Key oder auch Superpin genannt) ist der Sicherheitscode, der zur Freigabe des Telefons verwendet wird, wenn der PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben wurde. Dieser 8-stellige Code wird, wie der PIN, vom Dienstanbieter übergeben und kann nicht verändert werden.
 
RADIUS Remote Authentication Dial in User Service
Reset Mit einem Reset bezeichnet man das Neustarten bzw. Zurücksetzen eines Vorgangs. Bei einem Computer versteht man z.B. unter einem Reset, das Neustarten des Computers.
Roaming Roaming tritt dann in Kraft, wenn Sie z.B. nicht mehr in Ihrem Heimatnetz sind. Das heißt, sie werden von ihrem eigentlichen Netzbetreiber, zu einem anderen Netzbetreiber "verfrachtet", da ihr eigener hier nicht vertreten ist. Beispiel: Ausland.
Rufumleitung Umleiten der Gespräche an eine Mailbox oder an ein anderes Gerät. Die Gebühren der Umleitung hat meist der Kunde zu tragen
 
Sendeleistung Bezeichnet die Sendestärke (in Watt gemessen) eines Handys oder eines anderen Gerätes, während es per Mobilfunk Daten versendet.
Server Ein Server ist eigentlich nichts anderes als ein Computer. Allerdings mit dem Unterschied, das an einem Server niemand arbeitet, sondern dieser alle Arbeiten automatisch erledigt und daher meist nur als Datenspeicher, Verwalter, Knotenpunkt oder ähnliches fungiert. Fast alle Server sind Hochleistungsrechner, die auf spezielle Anwendungen (wie z.B. im Internet) optimiert sind.
Signalisierung Information, die das Netz bzw. Handy braucht, um Gespräche auf- und abbauen zu können. Die Signalstärkeanzeige am Handy mißt die Stärke dieses Signalisierungssignals. Kann das Handy keine Signalisierung mehr empfangen, bucht es sich aus, d.h. man kann nicht telefonieren.
SIM SIM (Subscriber Identification Module) oder SIM-Karte ist eine Karte, die einen Chip mit allen Daten enthält, die zum Betrieb des Handys benötigt werden. Zu den Daten gehören u.a. das Telefonbuch, SMS-Speicher, Netzdaten etc.
SIM-LOCK Mit einer SIM-Lock kann man ein Handy auf eine bestimmte SIM Karte "fixieren". Das Handy funktioniert somit nur noch mit dieser einen SIM Karte. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Handys auf SIM-Karten eines bestimmten Netzbetreibers oder Providers zu "fixieren".
SIM-Toolkit "intelligente" SIM-Karten, mit denen Zusatzanwendungen möglich sind. Der Netzbetreiber / Provider hat hier die Möglichkeit kleine Anwendungen dem Handy des Teilnehmers / Kunden hinzuzufügen. Beispiel: Zusatzmenüs mit Zusatzfunktionen, Handybanking etc. Allerdings kann der Netzbetreiber / Provider dadurch auch bestimmte Funktionen blockieren, wie z.B. manchen Handys die Logoanzeige, indem er sein eigenes Logo "über" das andere Logo schiebt oder bestimmte Tasten fest belegt.
Singleband Singelband bedeutet, daß ein Handy nur auf einer Frequenz funken kann. Zum Beispiel ältere D-Netz oder E-Netz Handys.
SMS SMS (Short Message Service) ist ein Netzdienst, mit dem man Nachrichten von anderen Handys empfangen bzw. an andere Handys versenden kann. Eine Nachricht kann bis zu 160 Zeichen umfassen.
Softkey Diese speziellen Tasten wechseln ihre Funktion je nach Situation und erleichtern so die Bedienung. So kann dieselbe Softkey-Taste als Direktwahltaste dienen, während sie bei einem eingehenden Anruf auf Knopfdruck einen Anrufer abweist. Beispiel: Softkey-Tasten hat fast jedes Handy, meist sind diese Tasten direkt unter dem Display angebracht, da das Display die "momentane Bedeutung" der Taste anzeigt.
 
T9 T9 ist eine Software der Firma Tegic, die das Schreiben mit einem Handy beschleunigt. Die Funktionsweise ist eigentlich denkbar einfach: Anstatt das man, wie beim normalen Schreiben per Handy, jede Taste so oft drückt, bis man den gewünschten Buchstaben erhält, drückt man nun nur noch die Tasten einmal, wo der gewünschte Buchstabe enthalten ist. Beispiel: Um das Wort Hallo zu schreiben, mußte man bisher 2x die 4, 1x die 1, 6x die 5 und 3x die 6 drücken. Bei T9 drückt man nur noch 1x die 4, 1x 2, 2x die 5 und 1x die 6.
Das Handy vergleicht bei jedem Drücken einer Taste, die daraus möglichen Buchstabenkombinationen mit einer Datenbank. Ist ein Wort nicht vorhanden, so tippt man dies auf bisher gewohnte Weise ein und das Handy fügt dieses Wort automatisch der Datenbank hinzu.
Es gibt diverse Abwandlungen dieses Systems, basieren aber alle im Grunde auf der gleichen Technik.
TCP-IP Transmission Control Protocol / Internet Protocol: Protokoll (siehe Bezeichnung Protokoll) zum Übertragen von Daten in Netzwerken - sehr Leistungsfähig (siehe auch IP-Adressen).
Terminal Endgerät für ein Netzwerk, z.B. Handy oder PDA. Wird oft auch für Geräte genutzt, welche abhängig vom Netz sind. D.h. ein Gerät, welches das Netz benötigt, um arbeiten zu können.
TDMA Time Division Multiple Access: Zeitschlitzverfahren, das bis zu acht Gespräche gleichzeitig auf einem Frequenzkanal ermöglicht
Telematik Zusammengesetztes Wort aus TELEkommunikation und InforMATIK. Bezeichnet im Grunde alle Datenkommunikationsarten die mit Telekommunikation und Informatik zu tun haben.
TRX Transceiver- Sende-Empfangseinrichtung einer BTS. Die eingentliche Antenne, d.h. der Teil, der Funkstellen zu den Handys sendet und empfängt. Jede TRX arbeitet auf einer bestimmten Frequenz mit bis zu 8 Zeitschlitzen, d.h. pro TRX können maximal 8 Gespräche gleichzeitig abgewickelt werden. Um eine ausreichende Teilnehmerkapazität sicherzustellen, werden oft mehrere TRXen pro BTS und Sektor verwendet. Die Anzahl verfügbarer Frequenzen innerhalb des 900- bzw. 1800-MHz-Bandes ist jedoch begrenzt (Funkkanalpaar), so daß an einem Standort nicht beliebig viele TRXen gebaut werden können.
 
Übertragungsrate Bezeichnung der Geschwindigkeit bei Datenübertragungen gemessen in Bit per second (bps). Standard im GSM-Netz sind 9600 bps. Um schnellere Übertragungsraten zu erzielen werden HSCSD (bis zu 46 kbps) und GPRS (bis zu 115 kbps), teilweise aber einfache Datenkomprimierungen (bis zu 14,4 kbps) eingesetzt.
UMTS UMTS (Universal Mobile Telecommunication Standard) ist die nächste Übertragungstechnik für Handys der 3. Generatioen. Diese Technik wird die GSM-Netze ca. im Jahre 2002 ablösen (Übertragungsgeschwindigkeiten möglich von bis zu 4 Mbps - theoretisch). Allerdings wird UMTS wahrscheinlich nur in Ballungsgebieten vertreten sein, da sich auf dem Lande ein derartiger Netzausbau kaum lohnt. Dort wird stattdessen GPRS und HSCSD die Vorreiter sein. Daher werden die meisten UMTS-Handys wahrscheinlich auch GSM, sowie UMTS unterstützen. Siehe Artikel
 
VLR Visitor Location Register - Besucherregister einer MSC. Hierhin werden Teilnehmerdaten aus anderen HLR kopiert, die sich nicht in ihrer Heimat-MSC befinden ( im Inland und Ausland; Beispiel Roaming: Teilnehmer ist in England, HLR in Berlin).
VMS Voice Mail System - Sprachnachrichtensystem. i.A. Bezeichnung für ein System, das in einer großen Datenbank Sprachnachrichten speichern kann, auf die der Mobilfunkteilnehmer über Handy-Menüsteuerung zugreifen kann. Diese Datenbank ist meist einer MSC zugeordnet.
 
WAP WAP (Wireless Application Protocoll) ist ein Dienst, um per Handy im Internet zu surfen. Beim WAP-Standard existieren verschiedenen Versionen, die auf verschiedenen Übertragungsstandards basieren (Beispiel: WAP 1.0 basiert auf SMS, während ab WAP 1.1 auf einem echten Datenkanal basiert).
 
Zeitschlitz Teil eines digitales Verfahrens, auf einerSendefrequenz (Funkkanalpaar) bis zu 8 Gespräche gleichzeitig zu übertragen. Jedes Gespräch erhält jeweils einen Zeitschlitz zugewiesen, in dem die digitalisierten und komprimierten Sprach-"Pakete" übertragen werden (vgl. TRX).
Zelle Die bestehenden Funknetze sind in Zellen unterteilt. In diesen Zellen können eine begrenzte Anzahl von Nutzern gleichzeitig telefonieren. Um größere Kapazitäten zu erhalten, werden diese goßen Zellen in kleinere unterteilt ->Microzelle und Picozelle
Zellulares Netz Netz, das ein Handover zwischen seinen Funkzellen erlaubt und den Aufenthaltsort jedes Teilnehmers kennt (z.B. C-, D-, E-Netz; nicht A- oder B- Netz).


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